Augustinuns von Hippo
„Im Wesentlichen Einheit, im Zweifelhaften Freiheit, in Allem Liebe“
Augustinus von Hippo (354–430 n. Chr.) war einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der Spätantike. Sein Denken prägt bis heute die westliche Philosophie und das Christentum – sowohl die katholische als auch die evangelischen Kirchen. Augustinus war zunächst kein Christ, sondern suchte lange nach Wahrheit (u. a. im Manichäismus und in der Philosophie). In Mailand erlebte er 386 eine Bekehrung zum Christentum, stark beeinflusst vom Bischof Ambrosius von Mailand. Er nahm eine Bibel und las eine Stelle aus dem Brief des Paulus an die Römer, die zur Abkehr von einem ausschweifenden Leben aufruft. In diesem Moment fühlte er sich innerlich befreit und entschied sich endgültig für den christlichen Glauben. Später wurde er Priester und dann Bischof in Hippo (Nordafrika).
Seine Bekehrung ist vor allem deshalb bekannt, weil er sie sehr persönlich und detailliert in seinem Werk "Confessiones" (Bekenntnisse) beschreibt. Dieses Buch gilt als eine der ersten großen spirituellen Autobiografien der Weltliteratur.

